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Das Tandemspringen wurde mit dem Ziel entwickelt, Personen mit dem Fallschirm zu transportieren, die keine Ausbildung für das Fallschirmspringen haben. Vorrangig sollte das militärische Einsätze ermöglichen, um Spezialisten wie z.B. Ärzte in Einsatzgebiete zu bringen, die nur mit dem Fallschirm erreichbar sind.

 

Vor gut 40 Jahren machte Gary Dupuis den ersten Sprung mit einem zusätzlichen Passagier. Damals noch mit einem Fallschirmsystem, welches nur für eine Person ausgelegt war. Die Schirmöffnung und die Landung waren dementsprechend unsanft. Man verwarf den Gedanken jedoch nicht, sondern arbeitete an der Verbesserung.

 

Ein Fallschirm für zwei Personen musste so konzipiert werden, dass er sich selbst bei Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h sanft öffnet und bis zu 200 kg tragen kann.


17 Jahre nach dem ersten Sprung war ein System entworfen, bei dem der Passagier in einem eigenen Gurtzeug am Tandemmaster, der den Schirm trägt, befestigt wird. 1985 wurde das erste serienreife System vorgestellt, das zwei Personen sicher zu Boden brachte. Die Öffnung und auch die Landung wurden sehr viel angenehmer und sicherer. Dieses Prinzip hat sich bewehrt und so springen die Tandemmaster seit 1986 mit der offiziellen Erlaubnis des Bundesministers für Verkehr auch hier in Deutschland. Die Sicherheitsstandards wurden seit den Anfängen des Tandemspringens stets gesteigert. Die Gurtzeuge sind mit zusätzlichen Sicherheitsausrüstungen ausgestattet worden. Dazu gehört auch der Öffnungsautomat Cypres, der den Reserveschirm in einer Höhe von 600 Metern über Grund automatisch auslöst, sofern der Tandemmaster dazu nicht in der Lage ist.

Kategorie: Tandem
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